Die Suche nach dem Stürmer

Jun 02

So einige Namen geistern seit dem Wechsel von Mario Gomez als dessen Nachfolger durch die Presse. Die Aussichtsreichsten und auch am häufigsten Genannten sind Patrick Helmes, der Franzose Gignac und der Brasilianer Long Dong S… äh Vagner Love. Laut den letzten Kommentaren von Patrick Helmes will er, trotz des verpassten Einzugs in die Europa League, bei Bayer Leverkusen bleiben. Die Bild-Zeitung bleibt aber bei ihrer Vermutung, dass es nur am Preis liegt und die Schmerzgrenze aufgrund der Gomez-Millionen bei Bayer sehr hoch liegen dürfte.

Der Name Vagner Love wird eigentlich jedes halbe Jahr wieder genannt wenn es darum geht die verkorksten Transfers wie Ljuboja, Tomasson oder Marica zu korrigieren. Wirklich wissen tut man von ihm aber auch nichts, nur dass er seit Jahren in Russland spielt, dort auch ganz gut trifft und auch schon in die brasilianische Nationalmannschaft berufen wurde. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen.

Vom Franzosen Gignac weiss ich noch weniger und würde mich in diesem Fall völlig überraschen lassen. Etwas schlechte Erfahrungen hatten wir ja in der Vergangenheit mit Stürmern aus der französischen Liga, aber Geschichte muss sich ja nicht immer wiederholen.

Problematisch ist es immer, wenn in der Szene bekannt ist, dass ein Verein Geld hat. Die 30 Millionen sind nun bei jedem Transfer im Hinterkopf und so werden plötzlich für einen zwar höchst talentierten aber doch eigentlich noch unerfahrenen Patrick Helmes utopische 20 Millionen gefordert. Schade das an solchen Summen dann ein Transfer scheitern wird. Helmes hätte mir von allen bisher bekannten Kandidaten am besten gefallen.

Bin echt gespannt ob Hotte noch irgend ein Trumpf aus dem Ärmel schüttelt.

Was passiert hier?

Mai 29

Mit diesem Blogeintrag möchte ich einen kurzen Überblick über das geben, was ich hier in nächster Zeit vorhabe. Zum einen um den Leser zu informieren, zum Andern aber auch um mich selbst unter Druck zu setzen indem ich das hier öffentlich mache.

Als erstes möchte ich darauf hinweisen, dass die Artikel in der Regel deutlich kürzer ausfallen werden als der erste. Manchmal werde ich nicht mal über die Twitter-Länge von 140 Zeichen hinauskommen. Das liegt natürlich an der fehlenden Zeit aber auch daran, dass es zu manchen Ereignissen einfach nicht mehr zu sagen gibt.

Da wir uns in der heissen Phase der Transfers befinden wird das in den nächsten Tagen und Wochen das beherrschende Thema sein. Neben den Posts werde ich auch eine Seite anlegen, in der alle Gerüchte über mögliche Transfers aufgelistet werden. Ich versuche nur Gerüchte aufzunehmen, welche auch auf einer seriösen Seite aufgekommen sind, also zum Großteil in Zeitungen oder Onlinemagazinen standen.
Bin gespannt was sich am Ende als richtig herausstellen wird.

Auf jeden Fall werde ich mit dem Start der Saison wieder die Statistiken einführen, wie ich sie schon beim ersten Versuch geführt habe. Ich muss mal schauen ob ich noch die ein oder andere hinzufüge. Auch wenn die Statistiken nicht wirklich weiterhelfen und sich ein Spiel wie Fussball selten in Statistiken ausdrücken lässt, finde ich sie doch ganz interessant.

Soweit zu dem was ich hier vorhabe. Zum Schluss möchte ich noch, um manchen Vorwürfen zuvorzukommen, darauf hinweisen, dass ich weder Redakteur bin, noch eine journalistische Ausbildung habe. Ich gehe selten ins Stadion und habe auch meistens nicht die Möglichkeit das Spiel im Fernsehen zu sehen. Alles was ich schreibe ist auf meinem Mist gewachsen. Manchmal trifft es vielleicht die Meinung der Mehrheit, manchmal werde ich auch kompletten Blödsinn schreiben und es nach Veröffentlichung wahrscheinlich selbst merken. Aber das ist meiner Meinung nach das Wesen eines Blogs.

Würde mich freuen wenn ihr fleissig kommentiert, den auch das gehört zum Bloggen dazu.

Mario ist weg

Mai 27

Tag 1 nach dem unvermeidlichen Wechsel von Mario Gomez zum FC Bayern München. Tag 1 meines zweiten Versuchs mit dem VfB-Blog.

Ich habe mir schon lange Gedanken gemacht, wann denn der richtige Zeitpunkt für einen Neustart des VfB-Blogs wäre. Das war etwa zu dem Zeitpunkt, als die Aufholjagd in der Rückrunde startete. Doch als dann ein Sieg nach dem anderen eingefahren wurde habe ich mich doch zurückgehalten. Ich wollte
nicht als Erfolgsfan verschrieen werden. Nun also der Start nach einem besonders schweren Tag für den gemeinen VfB-Fan. Tag 1 des “neuen” VfB.

Seltsam eigentlich, dass ein Spieler, den vor drei, vier Jahren noch niemand auf der Rechnung hatte so einen Wirbel erzeugt, machen sogar den Boden unter den Füßen wegzieht, bei den meisten aber zumindest ein Gefühl der Ohnmacht hinterlässt.
Seltsam auch, weil man sich auf den Wechsel über ein Jahr vorbereiten konnte.
Seltsam vor allem, weil die Enttäuschung nicht durch den Wechsel an sich ausgelöst wird, sondern durch durch das Ziel des Wechsels: wieder einmal Bayern München.

Ein Leserkommentar in der Stuttgarter Zeitung beschreibt das recht schön. “Ein Wechsel ins echte Ausland hätte jeder verstanden.”. Die meisten VfB-Fans wären sogar stolz wie Bolle gewesen wenn ein Eigengewächs bei einem großen Club in Europa spielen würde. Ähnlich wie damals beim Weggang von Alex Hleb zu Arsenal. Wechselt das Idol allerdings zu den Bayern sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.
Zur Enttäuschung gesellt sich die Wut auf die Bayern, deren Wurstel-Uli sich hinstellt und jedem das Gefühl gibt nur mit dem Finger schnippen zu müssen und jeder Spieler sofort sämtliche Identifikation mit dem alten Verein verliert nur um bei den großen Bayern anheuern zu dürfen.
In diesem Zusammenhang tut es doppelt weh, dass Mario Gomez sich auch noch öffentlich hoch erfreut über den Wechsel zeigt. Etwas mehr Fingerspitzengefühl hätte ich ihm da schon zugetraut. Mit Tränen in den Augen warten wir auf das Ende der Gomez´schen Karriere in der er in der Nachbetrachtung den FC Bayern als seinen Verein nennen wird und nicht den VfB. Elber lässt grüßen.

Der Wechsel gibt aber auch jedem VfB-Fan die Möglichkeit sich Gedanken darüber zu machen warum man eigentlich VfB-Fan ist. Des Vereins wegen? Der Spieler? Des Spielers? Vielleicht hat man in den letzten Jahren den VfB Stuttgart zu sehr mit dem Namen Mario Gomez verbunden und dabei all die andern Spieler vergessen, die sich genauso für den Verein einsetzen. Cacau, Delpierre, Khedira oder Tasci zum Beispiel um nur ein paar zu nennen.

Man sollte sich auch wieder einmal bewusst machen, dass der VfB immer ein besserer Ausbildungsverein bleiben wird. Die besten Spieler werden immer vom VfB zu anderen Clubs wechseln und nicht umgekehrt. Wir werden immer mühsam um die UEFA-Cup-Plätze kämpfen, uns freuen, wenn wir die CL erreichen und alle zehn bis fünfzehn Jahre werden die Straßen in und um Stuttgart voll sein, weil wir Deutscher Meister geworden sind.
An der Vorherrschaft der Bayern werden wir genausowenig rütteln können wie Dortmund in den Neunzigern oder Bremen im neuen Jahrtausend.
Doch im Grunde ist das auch gar nicht schlimm. Dessen ist man sich bewusst bevor man VfB-Fan wird.

Auch sollte man sich bewusst machen, dass Fußballspieler Berufstätige sind, die, wie alle andern auch zu einem besseren Arbeitgeber wechseln, wenn die Möglichkeit da ist. Sie sind keine Fans. Wir sind die Fans. Die Maldinis sind auch nur bei einem Verein geblieben, weil dieser schon der Beste war.

Zuguter Letzt plädiere ich noch dafür, dass Mario ohne Pfiffe empfangen wird, wenn er mit den Bayern zurückkehrt. Wenn es einer definitiv nicht verdient hat, dann er. Die Gründe dürften jedem Fan bekannt sein, auch wenn es schwer fällt.